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Markus Söder
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Markus Thomas Theodor Söder (* 5. Januar 1967 in NĂŒrnberg) ist ein deutscher Politiker (CSU). Er ist seit MĂ€rz 2018 MinisterprĂ€sident des Freistaates Bayern und seit Januar 2019 Parteivorsitzender der CSU. Seit 1994 gehört er dem Bayerischen Landtag an.


Contents

‱ Leben
‱ Junge Union
‱ Religion
‱ Wohnungsbau
‱ Raumfahrt
‱ Atompolitik
‱ Rezeption
‱ Privates
‱ Kabinette
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Leben

Herkunft und Familie

Markus Söder wurde als erstes Kind des Maurermeisters Max Söder (1930–2002) und dessen Frau Renate (Reni) Söder (1938–1994), einer gelernten Bankkauffrau, in NĂŒrnberg geboren.cite-ref-1[1] Seine Eltern waren ĂŒberzeugte CSU-WĂ€hler (die Mutter war Parteimitglied) und betrieben in NĂŒrnberg ein kleines Bauunternehmen fĂŒr Abbruchs- und Renovierungsarbeiten.cite-ref-zeit2015-2-0[2]cite-ref-3[3] Söders Großvater mĂŒtterlicherseits stammte aus Leipzig und arbeitete in jungen Jahren als AutoverkĂ€ufer in Berlin. WĂ€hrend einer Kur in Bad Kissingen lernte er Söders Großmutter, die Tochter eines NĂŒrnberger Tankwarts, kennen.cite-ref-4[4]

Söder wuchs zusammen mit seiner jĂŒngeren Schwester Heike in einem konservativ-evangelisch geprĂ€gten Elternhaus zunĂ€chst in der NĂŒrnberger SĂŒdstadt, spĂ€ter im NĂŒrnberger Stadtteil SĂŒndersbĂŒhl an der Stadtgrenze zu FĂŒrth auf.cite-ref-5[5] Seine Mutter war Dialysepatientin und starb drei Wochen vor Söders erster Landtagswahl.cite-ref-6[6]cite-ref-7[7]cite-ref-8[8]

Ausbildung und berufliche TĂ€tigkeit

Ab 1977 besuchte Söder das NĂŒrnberger Albrecht-DĂŒrer-Gymnasium, an dem er 1986 das Abitur ablegte (Notenschnitt 1,3).cite-ref-zeit2015-2-1[2] Anschließend leistete er im Transportbataillon 270 in NĂŒrnberg den Grundwehrdienst ab.cite-ref-zeit2015fotos-9-0[9] Ab 1987 studierte Söder als Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung Rechtswissenschaft an der Friedrich-Alexander-UniversitĂ€t Erlangen-NĂŒrnberg. Im Jahr 1992 legte er dort das erste Juristische Staatsexamen ab (Gesamtnote 7,41 Punkte)cite-ref-0-10-0[10] und war im Anschluss daran fĂŒr ein Jahr Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl fĂŒr Staats-, Verwaltungs- und Kirchenrecht an der UniversitĂ€t Erlangen-NĂŒrnberg. Im Januar 1998 wurde Söder an der Juristischen FakultĂ€t der UniversitĂ€t Erlangen-NĂŒrnberg bei Christoph Link mit einer Arbeit ĂŒber Die Entwicklung der Kommunalgesetzgebung im rechtsrheinischen Bayern zwischen 1802 und 1818 zum Dr. jur. promoviert. Zweitgutachter war Harald Siems. Die Arbeit wurde mit satis bene bewertet.cite-ref-0-10-1[10]cite-ref-11[11]

1993 absolvierte Söder ein Volontariat beim Bayerischen Rundfunk (BR) und arbeitete danach bis 1994 als Redakteur beim Bayerischen Fernsehen (Redaktion Der Zeitspiegel) in MĂŒnchen,cite-ref-12[12] wo er bis Mitte 1994 FernsehbeitrĂ€ge produzierte, unter anderem zum Politischen Aschermittwoch der CSU.cite-ref-13[13]

Im Jahre 2003 war Söder neben seinem Landtagsmandat Leiter der zentralen Unternehmenskommunikation bei der BaumĂŒller Holdingcite-ref-14[14] seines Schwiegervaters GĂŒnter BaumĂŒller.cite-ref-15[15]

Junge Union

Als Jugendlicher war Söder ein Bewunderer von Bayerns damaligem MinisterprĂ€sidenten Franz Josef Strauß:

„Strauß, dieses Kraftuhrwerk, dieser Titan der Worte, hat mir unheimlich gut gefallen. Ich hatte sogar ein riesengroßes Poster von Strauß, fast ĂŒberlebensgroß. Ich wohnte bei uns zu Hause unter einer DachschrĂ€ge und dort hing dieses Poster. Wenn ich aufgewacht bin, habe ich also an der Decke direkt Strauß angeschaut. Das hat sich in spĂ€teren Jahren als gar nicht so einfach erwiesen, wenn dann auch mal eine Freundin da war und die auch Strauß zuerst gesehen hat. [
] Aber Strauß hat mir wirklich sehr gefallen.“cite-ref-16[16]

Söder wurde 1983 Mitglied der CSU und der Jungen Union (JU). Er blieb bis zum Erreichen der Altersgrenze im Jahr 2003 JU-Mitglied und war von 1995 bis 2003 Landesvorsitzender der JU Bayern.

Parteikarriere in der CSU

Von 1997 bis 2008 war Söder Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes NĂŒrnberg-West. Seit 1995 gehört er dem PrĂ€sidium der CSU an. 2000 wurde er zum Leiter der CSU-Medienkommission ernannt.

Vom 17. November 2003 bis zum 22. Oktober 2007 war Söder GeneralsekretĂ€r der CSU. Er gehörte der Arbeitsgruppe an, die das Regierungsprogramm der Unionsparteien fĂŒr die Bundestagswahl 2005 verfasste.

2008 folgte Söder dem zum MinisterprĂ€sidenten gewĂ€hlten GĂŒnther Beckstein als CSU-Bezirksvorsitzender von NĂŒrnberg-FĂŒrth-Schwabach nach. 2015 wurde er auf dem CSU-Bezirksparteitag mit 98 % im Amt bestĂ€tigt.cite-ref-17[17] Das Amt hatte er bis zu seiner Wahl zum Parteivorsitzenden inne.

Am 19. Januar 2019 wurde Söder auf dem CSU-Parteitag in MĂŒnchen mit 87,4 Prozent der Stimmen zum Nachfolger von Horst Seehofer als Vorsitzender der CSU gewĂ€hlt.cite-ref-18[18] Er wurde damit der erste evangelische CSU-Vorsitzende. Im Oktober 2019 (91,3 %) und in den Jahren 2021 (87,6 %)cite-ref-19[19] und 2023 (96,56 %)cite-ref-20[20] wurde Söder im Amt bestĂ€tigt, ebenfalls am 12. Dezember 2025, allerdings mit seinem bisher schlechtesten Ergebnis von 83,6 %.cite-ref-21[21]cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]

Öffentliche Ämter

Söder ist seit 1994 Mitglied des Bayerischen Landtags; von 1994 bis 2013 fĂŒr den Stimmkreis NĂŒrnberg-West, seit 2018 fĂŒr den Stimmkreis NĂŒrnberg-Ost. Wie andere von Edmund Stoiber Geförderte wird er zur sogenannten 94er-Gruppe gezĂ€hlt. Von 1999 bis 2003 war Söder stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission „Mit neuer Energie in das neue Jahrtausend“ und gehörte kraft seines Amtes als CSU-GeneralsekretĂ€r von 2003 bis 2007 dem Vorstand der CSU-Landtagsfraktion an.

Am 16. Oktober 2007 wurde Söder als Staatsminister fĂŒr Bundes- und Europaangelegenheiten im Kabinett Beckstein vereidigt und war BevollmĂ€chtigter Bayerns beim Bund, bis er nach der Landtagswahl in Bayern 2008 als Staatsminister fĂŒr Umwelt und Gesundheit in das Kabinett Seehofer I berufen wurde. Im November 2011 folgte die Nachfolge von Georg Fahrenschon als Bayerischer Staatsminister der Finanzen. Im Kabinett Seehofer II war er seit Oktober 2013 Staatsminister der Finanzen, fĂŒr Landesentwicklung und Heimat.

Nach einem ĂŒber Monate hinweg gefĂŒhrten Machtkampf zwischen Söder und MinisterprĂ€sident Horst Seehofer kĂŒndigte dieser am 4. Dezember 2017 fĂŒr das erste Quartal 2018 seinen RĂŒcktritt als bayerischer MinisterprĂ€sident an. Im Amt des CSU-Vorsitzenden wolle er hingegen verbleiben. Seinen angekĂŒndigten RĂŒcktritt vom Amt des MinisterprĂ€sidenten konkretisierte Seehofer schriftlich Anfang MĂ€rz mit Ablauf des 13. MĂ€rz 2018.cite-ref-24[24]cite-ref-25[25]

Am 16. MĂ€rz 2018 wurde Söder im bayerischen Landtag mit der absoluten Mehrheit von 99 der abgegebenen 169 Stimmen im ersten Wahlgang zum MinisterprĂ€sidenten gewĂ€hlt. 64 Abgeordnete stimmten mit Nein, 4 enthielten sich, 2 Stimmen waren ungĂŒltig.cite-ref-26[26]

Söder wurde am 4. Dezember 2017 von der CSU-Landtagsfraktion in einer offenen Abstimmung einstimmig zum Spitzenkandidaten fĂŒr die Bayerische Landtagswahl 2018 nominiert. Auch der CSU-Parteivorstand stimmte der Entscheidung zu.cite-ref-27[27] Offiziell wurde Söder am 16. Dezember 2017 auf dem CSU-Parteitag in NĂŒrnberg zum Spitzenkandidaten bestimmt.cite-ref-28[28] Bei der Landtagswahl am 14. Oktober 2018 verlor die CSU zwar die absolute Mehrheit, konnte sich aber mit 37,2 % klar als stĂ€rkste Partei behaupten. Allerdings handelte es sich dabei um das schlechteste Landtagswahlergebnis der CSU seit 1950cite-ref-29[29]. Söder bildete eine Koalition mit den Freien WĂ€hlern (Kabinett Söder II) und wurde am 6. November mit 110 von 202 abgegebenen Stimmen als MinisterprĂ€sident wiedergewĂ€hlt.cite-ref-30[30]

Nach der Landtagswahl in Bayern 2023, bei der die CSU ihr Ergebnis mit nunmehr 37,0 % nochmals leicht verschlechterte, wurde Söder am 31. Oktober 2023 von der fortgefĂŒhrten Koalition aus CSU und Freien WĂ€hlern (Kabinett Söder III) mit 120 von 198 Stimmen erneut zum MinisterprĂ€sidenten gewĂ€hlt.cite-ref-31[31]

Funktionen in AufsichtsrÀten und anderen Gremien

Söder war Mitglied des Internet-Beirats der Bayerischen Staatsregierung. Bis Dezember 2008 war Söder zudem Mitglied des ZDF-Fernsehrates. Söder gehörte von 2007 bis 2011cite-ref-32[32] dem Aufsichtsrat des 1. FC NĂŒrnberg an; seit 2011 ist er im Vereinsbeirat aktiv.cite-ref-33[33] Söder ist stĂ€ndiges Mitglied im Aufsichtsrat der Messe NĂŒrnberg und ist im Wechsel mit dem ehemaligen NĂŒrnberger OberbĂŒrgermeister Ulrich Maly auch Aufsichtsratsvorsitzender. Er war im Aufsichtsrat der Flughafen NĂŒrnberg GmbH und fĂŒhrte zwischen MĂ€rz 2017 und Juli 2018 dessen Vorsitz.cite-ref-34[34] Des Weiteren war er Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen MĂŒnchen GmbH.cite-ref-35[35]

Faschings- und Social-Media-Auftritte

Markus Söder lĂ€sst sich seit 2010 fĂŒr die Fastnacht in Franken von einem Maskenbildner am Staatstheater NĂŒrnberg verwandeln:cite-ref-36[36] 2010 zum Zauberer Gandalf, 2011 zu Paul Stanley von der Rockband Kiss und 2012 gemeinsam mit seiner Ehefrau zum Punker.cite-ref-37[37] 2013 erschien er als Marilyn Monroe,cite-ref-38[38] 2014 als Shrek,cite-ref-39[39] 2015 als Mahatma Gandhi, 2016 als Edmund Stoiber, 2017 zusammen mit seiner Frau als Homer und Marge Simpson und 2018 als Prinzregent Luitpold von Bayern. Nach seiner Wahl zum MinisterprĂ€sidenten trat er 2019 in Anzug und bunter Fliege ohne weitere KostĂŒmierung auf und begrĂŒndete dies mit seinem neuen Amt.cite-ref-40[40] Nach Aufhebung der wegen der COVID-19-Pandemie verhĂ€ngten EinschrĂ€nkungen kam er 2023 als „StammesĂ€ltester“,cite-ref-41[41] 2024 mit seiner Frau als Otto von Bismarck und Johanna von Puttkamer,cite-ref-42[42] 2025 als Elvis Presley.cite-ref-43[43]

Die NĂŒrnberger Nachrichten nennen ihn den auf Instagram (740.000 Follower (Stand 6/25)) „erfolgreichsten“ deutschen Politiker.cite-ref-44[44] Er betreibt seit 2022 unter dem Hashtag #söderisst einen kleineren Foodblog, bei dem er sich als bekennender Carnivore inszeniert.cite-ref-45[45]cite-ref-46[46] Der Podcast Apokalypse & Filterkaffee hat eine gleichnamige Rubrik.cite-ref-47[47]cite-ref-48[48] WĂ€hrend des Landtagswahlkamps 2023 gab die CSU ein gleichnamiges Kochbuch mit Rezepten des frĂ€nkischen Fernsehkochs Alexander Hermann heraus.cite-ref-49[49]

Söder erzeugte 2024 mit Gesangsdarbietungen in der Fernsehsendung Inas Nachtcite-ref-50[50] und aus einem Tonstudiocite-ref-51[51] mediale Aufmerksamkeit. Söder ließ Textilien gestalten, im CSU-Fanshop anbieten und als Marke schĂŒtzen, die das Döner-Logo mit seinem Konterfei abwandeln und den Slogan „Söder Kebab“ verwenden.cite-ref-52[52]cite-ref-53[53]

Vor der BegrĂ€bnisfeier fĂŒr Papst Franziskus am 26. April 2025 in Rom verbreitete Söder ein Selfie, das ihn lĂ€chelnd mit BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier zeigt. Zahlreiche Kommentatoren bezeichneten dies als takt- oder wĂŒrdelos und dem Anlass nicht entsprechend.cite-ref-54[54]

Politische Positionen und Kontroversen

Als CSU-GeneralsekretĂ€r erntete Söder nicht nur von seinen politischen Gegnern Kritik, auch innerhalb der CSU war Söder zeitweise wegen seines Politikstils umstritten. Ihm wurde vorgeworfen, zu sehr auf populistische Themen zu setzen, so beispielsweise, als er sich öffentlichkeitswirksam fĂŒr das Fortbestehen der Kindersendung Unser SandmĂ€nnchen im deutschen Fernsehen einsetzte und in der Debatte um die bessere Integration von Einwanderern vorschlug, in den bayerischen Schulen regelmĂ€ĂŸig die deutsche Nationalhymne zu singen. Ende 2007 verfasste Söder gemeinsam mit Hendrik WĂŒst, Philipp Mißfelder, Stefan Mappus, David McAllister und Christian Baldauf ein Positionspapier mit dem Titel Moderner bĂŒrgerlicher Konservatismus – Warum die Union wieder mehr an ihre Wurzeln denken muss, das zur GrĂŒndung der Einsteinconnection fĂŒhrte.cite-ref-konservatismus-55-0[55] Im Gegensatz zu der liberalen und der sozialen Wurzel der Unionsparteien sahen sie die dritte, die bĂŒrgerlich-konservative, nicht gleichwertig gewichtet und zu sehr „in den Hintergrund getreten, weil die Große Koalition zu vielen Kompromissen zwingt. Eine sichtbare Akzentuierung auch ihrer bĂŒrgerlich-konservativen Wurzel ist aber fĂŒr die MehrheitsfĂ€higkeit der Union von zentraler Bedeutung.“cite-ref-konservatismus-55-1[55] McAllister und Baldauf distanzierten sich spĂ€ter von dem Positionspapier.cite-ref-56[56]

Nach seinem Amtsantritt als Europaminister im Oktober 2007 (Kabinett Beckstein) zielte Söder auf eine inhaltliche Profilierung in den Bereichen Umweltpolitik und Gentechnik ab. Er kritisierte Positionen der Bundeskanzlerin Angela Merkel und der CDU zur Gentechnik. Zugleich galt Söder gegenĂŒber den GrĂŒnen als relativ aufgeschlossen.cite-ref-57[57]

Laut eines Rankings der 200 am hĂ€ufigsten Desinformation (‚Fake News‘) verbreitenden Nutzer der Kurznachrichtenplattform X belegte Markus Söder 2024 Platz 173 weltweit.cite-ref-58[58]

InterkulturalitĂ€t und FlĂŒchtlingskrise

Söder sprach sich 2004 gegen einen EU-Beitritt der TĂŒrkei und fĂŒr das umstrittene Kopftuchverbot fĂŒr Lehrerinnen in bayerischen Schulen aus. Er Ă€ußerte im April 2004, in die Schulen gehörten „Kruzifixe und keine KopftĂŒcher“, und behauptete, „typisch deutsche Tugenden wie Leistungsbereitschaft, PĂŒnktlichkeit und Disziplin“ seien „verloren gegangen“.cite-ref-59[59] Söder erklĂ€rte 2007, er sei gegen einen „falsch verstandenen Dialog ohne Resultate“ mit muslimischen Zuwanderern. Er forderte, dass derjenige, der auf Dauer in Deutschland leben möchte, sich lĂŒckenlos zu hiesigen Werten bekennen mĂŒsse. Wer sich nicht dazu bekenne, habe hier keine Zukunft.cite-ref-60[60] 2010 befĂŒrwortete Söder ein Vollverschleierungsverbot.cite-ref-61[61]

Angesichts der FlĂŒchtlingskrise 2015 stellte Söder das Grundrecht auf Asyl in Frage. Er kritisierte Bundeskanzlerin Angela Merkel und forderte einen besseren Schutz der Außengrenzen Europas.cite-ref-62[62] Dazu spekulierte er ĂŒber mögliche ZĂ€une an der Grenze zu Österreich,cite-ref-63[63] was CSU-Parteichef Horst Seehofer zurĂŒckwies.cite-ref-64[64] Die VerknĂŒpfung seiner Position zur Asylpolitik mit den TerroranschlĂ€gen vom 13. November 2015 in Paris brachte ihm vor allem Kritik ein, erneut von Seehofer und anderen Politikern der Union.cite-ref-65[65]cite-ref-66[66]cite-ref-67[67]

Im MÀrz 2018 stimmte Söder in einem Interview mit dem ZDF der Aussage Horst Seehofers zu, wonach der Islam nicht zu Deutschland gehöre. Er betonte allerdings zugleich, dass die Muslime, die in Deutschland lebten, Steuern zahlten, arbeiteten, sich einbrÀchten und sich auf der deutschen Wertebasis bewegten, ein fester Bestandteil der Gesellschaft seien.cite-ref-68[68]

Im Juni 2019 sagte Söder, dass der „Asyltourismus [
] beendet werden“ mĂŒsse. Daraufhin wurde ihm vorgeworfen, trotz der RealitĂ€t fĂŒr GeflĂŒchtete in Lagern und der Zahl der Ertrunkenen im Mittelmeer Flucht mit Urlaub, Erholung und Entspannung zu assoziieren. Nach dieser Kritik – auch BundesprĂ€sident Steinmeier mahnte einen sorgsameren Umgang mit Sprache an – kĂŒndigte Söder an, den Begriff „Asyltourismus“ nicht weiter zu verwenden, fĂŒgte jedoch hinzu, das sage nichts ĂŒber seine „persönliche Wertung“.cite-ref-69[69]

Familienpolitik

Beim Thema KrippenplĂ€tze forderte Söder 2018 die Bewahrung traditioneller Werte: „NatĂŒrlich haben und behalten wir feste Grundwerte, die wir auch als Idealziel festschreiben. Ehe und Familie sind das, was sich die meisten Menschen fĂŒr ihr Leben wĂŒnschen und anstreben. Zu unserer bĂŒrgerlichen Toleranz gehört, dass wir unsere Werte haben und danach leben wollen“.cite-ref-70[70] Söder befĂŒrwortet die Ehe fĂŒr alle.cite-ref-71[71]

Arbeitsmarktpolitik

Söder sprach sich 2006 dafĂŒr aus, mehr betriebliche BĂŒndnisse im System des FlĂ€chentarifvertrags zuzulassen und durch eine Lockerung des KĂŒndigungsschutzes bei Neueinstellungen die Möglichkeiten befristeter ArbeitsverhĂ€ltnisse auszuweiten. Die EinfĂŒhrung eines gesetzlichen Mindestlohns lehnte er ab. Söder vertrat eine sehr strikte Haltung gegenĂŒber ALG-II-EmpfĂ€ngern. Unter anderem plĂ€dierte er dafĂŒr, ihnen den Urlaub zu streichen,cite-ref-72[72] die Anreize zur Arbeitsaufnahme auszuweiten, die Hinzuverdienstmöglichkeiten bei einer Arbeitsaufnahme zu verbessern und gleichzeitig die laufenden UnterstĂŒtzungszahlungen abzusenken.

Religion

2006 forderte Söder in der Debatte um die MTV-Zeichentrickserie Popetown, fĂŒr die der Sender mit einem vom Kreuz gestiegenen lachenden Christus vor einem TV-GerĂ€t warb, die Übernahme eines klaren Verbotes von Blasphemie in das Strafrecht. Wenn Kirche und Papst in einer Zeichentrickserie fĂŒr Jugendliche lĂ€cherlich gemacht wĂŒrden, habe das „nichts mehr mit Satire zu tun“. Er forderte, der § 166 des Strafgesetzbuches mĂŒsse um konkrete SchutztatbestĂ€nde erweitert werden.cite-ref-73[73] Religiöse Symbole mĂŒssten „endlich gesetzlich geschĂŒtzt werden“.cite-ref-74[74] Nachdem Volker Beck erklĂ€rt hatte, der § 166 StGB sei „nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸâ€œ und „ein Relikt aus voraufklĂ€rerischer Zeit“, erwiderte Söder: „Volker Beck spinnt.“ Er erklĂ€rte, der Schutz und die Achtung religiöser GefĂŒhle gehörten zu den „Grundwerten unserer Gesellschaft“. Mit der CSU werde es daher eine Abschaffung des strafrechtlichen Verbots der GotteslĂ€sterung „niemals“ geben. Stattdessen sei eine VerschĂ€rfung des Paragrafen notwendig, um religiöse Symbole besser vor Verunglimpfungen zu schĂŒtzen.cite-ref-75[75]

Im Jahr 2018 initiierte Söder den Kreuzerlass der bayerischen Staatsregierung, wonach ab dem 1. Juni 2018 in jedem DienstgebĂ€ude des Freistaats ein Kreuz anzubringen sei.cite-ref-76[76]cite-ref-77[77] Hierzu erklĂ€rte Söder: „Das Kreuz ist nicht ein Zeichen einer Religion“; im Kreuz spiegele sich vielmehr „unsere bayerische IdentitĂ€t und Lebensart“.cite-ref-78[78] Vertreter der christlichen Kirchen widersprachen. Der Beschluss löste deutschlandweit eine kontroverse Diskussion aus. Der damalige CSU-GeneralsekretĂ€r Markus Blume bezeichnete zu deren Beginn die Kritiker der Entscheidung als „unheilige Allianz von Religionsfeinden und Selbstverleugnern“.cite-ref-79[79]

BundesprÀsident Frank-Walter Steinmeier distanzierte sich von dem Kreuz-Beschluss:

„Ich bin nicht Schiedsrichter ĂŒber die Entscheidungen, die in Bayern getroffen worden sind. Aber es gibt ein paar verfassungsrechtliche MaßstĂ€be, die man zu Hilfe nehmen kann“, sagte er. „Das Bundesverfassungsgericht hat schon sehr frĂŒh 1995 entschieden, dass das Kreuz sozusagen den Wesenskern des Christentums symbolisiert und deshalb, wie Kardinal Marx gesagt hat, nicht vom Staat, sondern von der Kirche zu fĂŒllen ist.“ Das mĂŒssten die Landesregierungen berĂŒcksichtigen. Als bekennender Christ mĂŒsse er darĂŒber hinaus sagen: „Was uns sonntags in der Kirche fehlt, das wird das Kreuz in den Behörden nicht ersetzen können.“

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Rheinische Post

Die ehemalige Vorsitzende der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Katrin Göring-Eckardt, GrĂŒnen-Fraktionschefin im Deutschen Bundestag, nannte den Beschluss „beschĂ€mend“ fĂŒr Christen. Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner kritisierte, dass Söder das Kreuz zu einem kulturellen Symbol erklĂ€rt und damit von seiner christlichen Bedeutung getrennt habe.cite-ref-82[82] Der ehemalige BundestagsprĂ€sident und SPD-Politiker Wolfgang Thierse, der dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) angehört, betonte, Söder dĂŒrfe das christliche Symbol des Kreuzes nicht in Zusammenhang mit seinem Wahlkampf setzen: „Der Staat des Grundgesetzes ist weltanschaulich religiös neutral, das heißt, er ist offen fĂŒr alle Bekenntnisse.“cite-ref-83[83]

„Das Kreuz lĂ€sst sich nicht verordnen“, kritisierte der Erzbischof von MĂŒnchen und Freising und Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, Söder ungewöhnlich scharf.cite-ref-84[84] Durch die Maßnahme sei „Spaltung, Unruhe, Gegeneinander“ entstanden. Wer das Kreuz nur als kulturelles Symbol sehe, habe es nicht verstanden. „Dann wĂŒrde das Kreuz im Namen des Staates enteignet.“ Es stehe dem Staat auch nicht zu, die Bedeutung des Kreuzes zu erklĂ€ren, sagte Marx in der Feiertagsausgabe der SĂŒddeutschen Zeitung. Es sei ein „Zeichen des Widerspruchs gegen Gewalt, Ungerechtigkeit, SĂŒnde und Tod, aber kein Zeichen gegen andere Menschen“. Die gesellschaftliche Debatte ĂŒber das Kreuz hielt Marx fĂŒr wichtig, aber es mĂŒssten alle einbezogen werden: Christen, Muslime, Juden und jene, die gar nicht glĂ€ubig sind.cite-ref-85[85] Der katholische MĂŒnchener Weihbischof Wolfgang Bischof erklĂ€rte, das Kreuz sei kein Symbol fĂŒr Bayern „und erst recht kein Wahlkampflogo“; dem MinisterprĂ€sidenten scheine die bayerische IdentitĂ€t wichtiger zu sein als das Kreuz. „Wer im Geist des Kreuzes handeln will, der muss die Menschen in den Mittelpunkt seines Handelns stellen, und zwar besonders die Menschen in Not.“ Im Sinne der GlaubwĂŒrdigkeit sei es angebracht, mit Taten zu ĂŒberzeugen statt mit medienwirksamer Symbolpolitik.

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend Bayern (BDKJ) und die Evangelische Jugend Bayern (EJB) schickten einen gemeinsamen und offenen Briefcite-ref-86[86] an Söder und sein Kabinett. Sie seien „persönlich schockiert und betroffen“ von dem, was sie als „politisch-nationale Vereinnahmung“ des Kreuzes wahrnĂ€hmen.cite-ref-spon29-87-0[87]

Auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Heinrich Bedford-Strohm, widersprach Söder und fĂŒhrte aus, dass das „Kreuz zuallererst ein religiöses Symbol ist“. Zwar begrĂŒĂŸte er die Entscheidung, die Kreuze in Behörden anzubringen, wies jedoch zugleich darauf hin, dass der, der das Christentum vereinnahme, um nur die eigenen Ziele zu legitimieren, das Kreuz nicht verstanden habe. Er warnte vor einer „Benutzung des Kreuzes zur Abwehr gegen andere“. Dies gelte auch fĂŒr FlĂŒchtlinge.cite-ref-88[88]

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer und der evangelisch-lutherische Regionalbischof Hans-Martin Weiss begrĂŒĂŸten hingegen in einem gemeinsamen Brief den Kreuz-Erlass.cite-ref-89[89] Auch Kurienerzbischof Georg GĂ€nswein begrĂŒĂŸte die Entscheidung.cite-ref-90[90] Der Verein „Forum Deutscher Katholiken“ unterstĂŒtzte das Vorhaben ebenfalls. „Unsere Kultur steht auf einem christlich geprĂ€gten Fundament“. Das Kreuz sei – im Gegensatz allerdings zu Söders Aussage, das Kreuz sei „nicht ein Zeichen einer Religion“ – „sichtbares Zeichen einer Religion, die Gewaltlosigkeit einfordert, sogar Feindesliebe einschließt und NĂ€chstenliebe fördert“, so das Forum Deutscher Katholiken. Das Kreuz bedrohe niemanden und schĂŒtze auch AndersglĂ€ubige und Nichtglaubende.cite-ref-91[91]

In Bayern fand Söders Vorstoß laut Umfragen bei einer Mehrheit von 53 bis 56 % der Wahlberechtigten Zustimmung und bei 38 bis 42 % Ablehnung.cite-ref-92[92]cite-ref-93[93] Laut einer Emnid-Umfrage lehnen hingegen 64 % aller Deutschen und auch die Mehrheiten von Katholiken und Protestanten die behördliche Kreuzpflicht ab; 29 % sprachen sich dafĂŒr aus.cite-ref-94[94] Eine Kolumne in Spiegel online wertete die Kreuzpflicht als Werbung der CSU um AfD-WĂ€hler bei der Landtagswahl in Bayern 2018.cite-ref-spon29-87-1[87]

Gegen Begnadigung des RAF-Terroristen Christian Klar

Als Söder im Mai 2007 ankĂŒndigte, dem damaligen BundesprĂ€sidenten Horst Köhler im Falle einer Begnadigung des ehemaligen RAF-Terroristen Christian Klar bei einer Wiederwahl die Stimme zu verweigern, stieß dies auch in den eigenen Reihen auf Kritik.cite-ref-95[95] Söder hatte sich bereits zuvor wiederholt gegen eine Begnadigung Klars ausgesprochen, da dieser aus der Haft heraus seine „antiimperialistische Agitation“ fortsetze.cite-ref-96[96] Klar wurde nicht begnadigt, sondern, wie andere verurteilte Mörder auch, auf BewĂ€hrung vorzeitig entlassen.

Umgang mit öffentlich-rechtlichen Sendern

Siehe auch

:

CSU-MedienaffÀre 2012

Am 26. Oktober 2012 wurde bekannt, dass die Sprecherin von Söder, Ulrike Strauß, den Bayerischen Rundfunk fĂŒr einen Beitrag telefonisch kritisiert hatte, weil dieser einen ihrer Ansicht nach negativen Tenor ĂŒber den damaligen Umweltminister Söder enthalte. Laut eigener Aussage hatte Strauß dieses Telefonat ohne Wissen Söders durchgefĂŒhrt. Der Beitrag wurde nicht gesendet, laut Bayerischem Rundfunk jedoch nicht wegen der Intervention.cite-ref-hilfsbereite-damen-und-herren-der-csu-97-0[97]

Am 3. November 2012 schrieb Spiegel Online, dass Söder in seiner Zeit als GeneralsekretÀr von 2003 bis 2007 mehrfach versucht haben soll, auf die Berichterstattung des ZDF Einfluss zu nehmen; unter anderem sei deswegen ein Anruf beim ZDF-Intendanten Markus SchÀchter erfolgt. Söder war zu dieser Zeit Mitglied des ZDF-Fernsehrats. Dabei habe Söder auch versucht, Einfluss auf die GÀstelisten im ZDF-Morgenmagazin und in der politischen Talkshow Maybrit Illner zu nehmen.cite-ref-spiegel031112-98-0[98]

Nachdem 2015 Söder einen Gastauftritt in der BR-Daily-Soap Dahoam is Dahoam dazu nutzte, die Leistungen der Staatsregierung und seines Ministeriums aufzuzĂ€hlen,cite-ref-99[99] wurde dem BR vom Bayerischen Journalistenverband vorgeworfen, sich missbrauchen zu lassen und vom Gebot der Staatsferne weit entfernt zu sein.cite-ref-100[100] Der Vorgang löste innerhalb des BR sowie in zahlreichen Medien eine Diskussion ĂŒber die NĂ€he des Senders zur CSU aus.cite-ref-101[101]cite-ref-102[102] Der BR-Justiziar sah gegenĂŒber dem Rundfunkrat VerstĂ¶ĂŸe gegen ProgrammgrundsĂ€tze.cite-ref-s-derrundfunkrat-103-0[103] Seitdem sind Politikerauftritte in der Serie nicht mehr zugelassen.cite-ref-s-derrundfunkrat-103-1[103]

Wohnungsbau

Aufgrund der Verluste bei der Bayerischen Landesbank musste der Freistaat diese finanziell unterstĂŒtzen. Die dafĂŒr subventionsrechtlich erforderliche Genehmigung der EuropĂ€ischen Union wurde nur unter der Maßgabe erteilt, dass das Kreditinstitut ihre im Wohnungsbau tĂ€tige Tochtergesellschaft GBW abstĂ¶ĂŸt oder zumindest den Großteil ihres Wohnungsbesitzes verkauft. Söder lehnte es als Finanzminister ab, fĂŒr Bayern am Bieterverfahren um die 32.000 GBW-Wohnungen teilzunehmen und diese so weiterhin in Besitz der öffentlichen Hand zu halten. Schließlich ĂŒberbot die Patrizia AG, eine von der Landeshauptstadt MĂŒnchen gefĂŒhrte Bietergemeinschaft aus betroffenen StĂ€dten. Söder sicherte jedoch fĂŒr Mieter eine Wahrung sozialer BesitzstĂ€nde zu. Wegen VertragslĂŒcken mehrten sich bei Mietervereinen jedoch Beschwerden ĂŒber den Weiterverkauf von Wohnungen an Dritte, die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen und spĂŒrbare Mietsteigerungen.cite-ref-104[104]

Im Juli 2018 kĂŒndigte Söder an, dass eine unter dem Namen „BayernHeim“ neu gegrĂŒndete staatliche Wohnungsbaugesellschaft bis zum Jahr 2025 in Bayern 10.000 preisgĂŒnstige Wohnungen bauen werde.cite-ref-105[105] Forderungen nach Enteignung großer Wohnungsbaugesellschaften erteilte er im April 2019 eine klare Absage und begrĂŒndete dies unter anderem mit verfassungsrechtlichen Bedenken.cite-ref-106[106] 2021 hatte „BayernHeim“ noch keine einzige Wohnung selbst gebaut,cite-ref-107[107] und die bis 2020 von Söder (2018) angekĂŒndigten neuen 2000 Wohnungen belaufen sich auf 71 zugekaufte Wohnungen.cite-ref-108[108]

Griechische Staatsschuldenkrise

Im Kontext der griechischen Staatsschuldenkrise warnte Söder nach dem Sieg der linken SYRIZA bei der Parlamentswahl in Griechenland im Januar 2015 in einem Interview vor ZugestĂ€ndnissen an die Regierung des neuen griechischen MinisterprĂ€sidenten Alexis Tsipras. Söder beschrieb die Notwendigkeit fĂŒr Griechenland, bestehende VertrĂ€ge und Verpflichtungen einzuhalten, und bezeichnete einen Schuldenschnitt als nutzlos. Er schilderte einen „europĂ€ischen Grundkonsens“ und wies darauf hin, dass es fĂŒr Deutschland keinesfalls zusĂ€tzliche Belastungen geben dĂŒrfe. Nach Hinweis zu seinen frĂŒheren Forderungen nach einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone gab Söder an, „die Frage nach einem Grexit stellt sich jetzt nicht.“cite-ref-109[109] Im Februar 2015 beschrieb Söder die Konsequenzen eines Grexits fĂŒr die anderen Euro-LĂ€nder als verkraftbar. Die Folgen fĂŒr Griechenland selbst bezeichnete er angesichts der voraussichtlichen Vermögensverluste als „dramatisch“. Söder votierte fĂŒr eine unnachgiebige VerhandlungsfĂŒhrung gegenĂŒber der griechischen Regierung.cite-ref-110[110]

Nach der Ablehnung des Reform-Referendums durch die Griechen am 5. Juli 2015 und dem RĂŒcktritt des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis bezeichnete Söder einen Grexit als fairsten und ehrlichsten Weg. FĂŒr den Fall eines Nachgebens gegenĂŒber Griechenland beschrieb er ein Risiko, dass andere LĂ€nder ein Ă€hnliches Verhalten zeigen könnten. Den RĂŒcktritt von Varoufakis deutete Söder als „weiteres Showelement in der griechischen Tragödie“.cite-ref-111[111]

Raumfahrt

2018 kĂŒndigte Söder vor der Landtagswahl eine bayerische Raumfahrtinitiative (Bavaria One) an. Mit Investitionen von 700 Millionen Euro soll Bayern fĂŒhrend in der europĂ€ischen Raumfahrt werden. Geplant ist unter anderem die Förderung einer Hyperloop-Teststrecke.cite-ref-112[112] Im Entwurf zum Doppelhaushalt 2019/2020 wurden die ersten 30 Millionen Euro fĂŒr das Projekt eingestellt, davon 25 Millionen Euro fĂŒr den Aufbau eines Satellitenkompetenzzentrums.cite-ref-113[113] Unter anderem sollen die Errichtung der europaweit grĂ¶ĂŸten FakultĂ€t fĂŒr Luft- und Raumfahrt in Ottobrunn mit 50 Professuren und rund 2000 StudienplĂ€tzen unter dem Dach der Technischen UniversitĂ€t MĂŒnchen und der Ausbau des DLR-Standortes beim bisherigen Raumfahrt-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen folgen.cite-ref-114[114]cite-ref-115[115]

Umwelt- und Klimapolitik

Bereits 2007 forderte Söder ein Verbot der Neuzulassung von Autos mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren ab 2020 und ihre Ablösung durch Wasserstoff- und Hybridtechnik.cite-ref-116[116] Als nach der Bundestagswahl 2017 bei den gescheiterten SondierungsgesprĂ€chen zur Bildung einer Jamaika-Koalition der Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor einer der Hauptstreitpunkte zwischen CSU und BĂŒndnisgrĂŒnen war, sorgte die damalige Forderung Söders fĂŒr Wirbel in sozialen Medien. Auf Nachfrage bekannte sich Söder zum CSU-Wahlprogramm, das ein Verbrennungsmotorenverbot ausschloss.cite-ref-117[117]

Nachdem das von der ÖDP angestoßene Volksbegehren „Rettet die Bienen“ einen sehr großen Erfolg hatte, ĂŒbernahm Söder dieses im April 2019 direkt als Gesetzgebungsvorhaben der Staatsregierung. WiderstĂ€nde dagegen gab es sowohl in der eigenen Partei als auch beim Koalitionspartner Freie WĂ€hler sowie bei den Bauern. Ein von Söder dazu unter dem Vorsitz von Alois GlĂŒck einberufener runder Tisch mit UmweltschĂŒtzern und Vertretern der Bauernschaft sollte die Positionen der beiden Seiten einander nĂ€her bringen, war aber nur teilweise erfolgreich. Da Söder auch Themen wie Klimaschutz und regenerative Energien als primĂ€re Ziele nannte, sprachen Kritiker von einer „ErgrĂŒnung“ der CSU.cite-ref-118[118]cite-ref-119[119]

Aufgrund eines rechtskrĂ€ftigen Urteils des Verwaltungsgerichts MĂŒnchen vom 9. Oktober 2012 wurde der Freistaat Bayern schon im Jahre 2012 dazu verpflichtet, Maßnahmen zur Verbesserung der LuftqualitĂ€t zu ergreifen (Richtlinie 2008/50/EG). Aufgrund der beharrlichen Weigerung der Landesregierung, das gerichtliche Urteil umzusetzen, entschied am 19. Dezember 2019 in letzter Folge der EuGH,cite-ref-120[120] dass zur Rechtsdurchsetzung nicht nur Zwangshaft (auch) gegen den MinisterprĂ€sidenten festgesetzt werden könne, sondern dies durch Unionsrecht geboten – also verpflichtend sei – jedoch vorausgesetzt, das nationale Recht lasse eine solche Maßnahme zu:

„Nur fĂŒr den Fall, dass das vorlegende Gericht zu dem Ergebnis kommen sollte, dass im Kontext der in Rn. 45 des vorliegenden Urteils angesprochenen AbwĂ€gung die mit der VerhĂ€ngung von Zwangshaft verbundene EinschrĂ€nkung des Rechts auf Freiheit den insoweit in Art. 52 Abs. 1 der Charta aufgestellten Voraussetzungen genĂŒgt, wĂŒrde das Unionsrecht den RĂŒckgriff auf eine solche Maßnahme nicht nur gestatten, sondern gebieten.“

–

Urteil des EuGH, 19. Dezember 2019, Rn. 52

Im Jahr 2022 stellte Söder das Bundesland Bayern bei der Energiewende wiederholt als fĂŒhrend dar. Diese Behauptung hielt jedoch einem Faktencheck nur bedingt stand. Söder ließ unerwĂ€hnt, dass seine Behauptung ausschließlich in absoluten Zahlen betrachtet zutrifft bzw. Bayern beim Ausbau erneuerbarer Energien im VerhĂ€ltnis zu FlĂ€che und Einwohnerzahl betrachtet, im Vergleich mit anderen BundeslĂ€ndern, grĂ¶ĂŸtenteils im Mittelfeld liegt.cite-ref-121[121]

Atompolitik

Als bayerischer Umweltminister betonte Söder 2010, man sei aufgrund des Klimaschutzes weiter auf Kernkraft angewiesen, und befĂŒrwortete eine LaufzeitverlĂ€ngerung der Kernkraftwerke. Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima setzte die CSU im Mai 2011 mit dem Jahr 2022 einen konkreten Ausstiegszeitpunkt fest, den Söder als „Lackmustest fĂŒr die GlaubwĂŒrdigkeit“, wie ernst man es mit der Energiewende meine, bezeichnete. Bei einer Verzögerung drohte er mit seinem RĂŒcktritt. Noch im November 2021 lehnte Söder einen Wiedereinstieg in die Atomenergie ab. Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 setzt Söder sich wieder fĂŒr Kernenergie ein. Im April 2023 sagte er, die AbhĂ€ngigkeit von bisherigen Energieformen zwinge dazu, „alte Positionen von elf Jahren zu ĂŒberdenken“. Söder appellierte im selben Monat am Tag der Abschaltung der restlichen Atommeiler an die Bundesregierung, die Kernkraft in die ZustĂ€ndigkeit der LĂ€nder zu stellen, damit Bayern das Kernkraftwerk Isar weiter betreiben könne. DafĂŒr ist jedoch eine Änderung von Artikel 73 des Grundgesetzes erforderlich, der die Bundeshoheit ĂŒber die „Erzeugung und Nutzung der Kernenergie“ festlegt. Eine derartige Änderung bedarf einer Zweidrittelmehrheit in Bundestag und Bundesrat. Medial kritisiert wurde Söder, da dieses Vorhaben juristisch und technisch problematisch sei; auch wurde darauf hingewiesen, dass Söder Castoren in Bayern kategorisch ausschließe, ohne wissenschaftliche Gutachten abzuwarten. „Zeitpunkt und KomplexitĂ€t des Söder-Vorschlags“, so ein Kommentar, wollten „nicht recht zueinander passen“.cite-ref-122[122]cite-ref-123[123] Im Februar 2025 forderte Söder die Reaktivierung der drei zuletzt in Deutschland abgeschalteten Kernkraftwerke, unter anderem Isar 2, woraufhin dessen Betreiber Preussen Elektra umgehend widersprach: der Weiterbetrieb von Isar 2 sei kein Thema mehr, der RĂŒckbau habe begonnen und die Anlage sei „damit praktisch nicht mehr reaktivierbar.“cite-ref-124[124] Im Februar 2024 forderte Söder erneut eine RĂŒckkehr zur Atomkraft fĂŒr „mindestens zehn weitere Jahre“; eine Reaktivierung der drei zuletzt stillgelegten Meiler sei „in diesem und im nĂ€chsten Jahr jederzeit möglich“, die Kosten seien „auch nicht sehr groß“. Zudem sprach sich die CSU fĂŒr Kooperationen mit Frankreich und Tschechien zu „Nutzung und Bau von sicheren und sauberen Kernkraftwerken“ aus. Zwei Monate spĂ€ter, nach Abschluss des Koalitionsvertrags im Bund im April 2025, den die CSU als erste der drei Parteien gebilligt hatte, sagte Söder, dass aktuell eine RĂŒckkehr noch möglich gewesen wĂ€re, es habe „aber keine politische Mehrheit“ gegeben, daher sei „die Kernenergie [...] nicht mehr möglich zu machen“ gewesen. In „vier Jahren“, so Söder, sei „der Neustart schon sehr, sehr schwer und auch wirtschaftlich kaum mehr tragbar“, deshalb mĂŒsse das „Aus der Kernenergie [...] durch Gaskraft ersetzt werden“.cite-ref-125[125]

Politik im Rahmen der Corona (COVID-19)-Pandemie

Im Jahr 2020 fiel Markus Söder vor allem durch seinen strengen politischen Kurs bei der BewĂ€ltigung der COVID-19-Pandemie in Bayern auf. Am Anfang der Pandemie sah Söder Bayern als Grenzregion vor andere Herausforderungen als die LĂ€nder in der Mitte Deutschlands gestellt, weshalb er sich zusammen mit seinem Kabinett als eine der ersten Landesregierungen fĂŒr die VerhĂ€ngung von AusgangsbeschrĂ€nkungen zur EindĂ€mmung des Virus entschied. Er griff dabei auf Vorerfahrungen von Nachbarstaaten mit weiter fortgeschrittener Pandemie zurĂŒck, indem er das Konzept der AusgangsbeschrĂ€nkungen nach einer Beredung mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz „eins zu eins“ an die Maßnahmen Österreichs anpasste.cite-ref-126[126]cite-ref-127[127]

Wenige Tage zuvor hatte Söder die Kommunalwahlen in Bayern trotz deren Rolle als potentieller Infektionsherd nicht verschoben. Er sagte, Vorkehrungen seien getroffen worden, und er halte das Risiko einer Ansteckung beim WĂ€hlen fĂŒr gering.cite-ref-128[128] Die Nicht-Verschiebung wurde in Teilen der Öffentlichkeit kritisiert,cite-ref-129[129]cite-ref-130[130] sein Krisenmanagement wurde von Teilen gelobt.cite-ref-131[131] FĂŒr Irritationen bei anderen MinisterprĂ€sidenten sorgte er durch die EinfĂŒhrung von AusgangsbeschrĂ€nkungen in Bayern zwei Tage vor einer angesetzten Telefonkonferenz der MinisterprĂ€sidenten zur Findung einer bundesweit einheitlichen Vorgehensweise in Bezug auf Infektionsschutzmaßnahmen. So soll der damalige MinisterprĂ€sident von Nordrhein-Westfalen und Kandidat fĂŒr den CDU-Parteivorsitz, Armin Laschet, Söder vorgeworfen haben, damit eine ausdrĂŒckliche Abmachung zur gemeinsamen Abstimmung gebrochen zu haben. Laschet legte bei der Besprechung ein eigenes Strategiepapier vor, das er und elf weitere MinisterprĂ€sidenten ausgearbeitet hatten. Auch Manuela Schwesig (SPD), die Regierungschefin von Mecklenburg-Vorpommern, soll Söder dafĂŒr kritisiert haben, gerade als Chef der MinisterprĂ€sidentenkonferenz keine einheitliche Linie organisiert zu haben. Kritik wurde auch von Volker Bouffier (Hessen) und Stephan Weil (Niedersachsen) geĂ€ußert. Söder – ĂŒber weite Strecken als eine Art „Mahner“ in der Pandemie auftretend – zeigte sich spĂ€ter mit den in der Sitzung beschlossenen, bundesweit Ă€hnlichen Regelungen zufrieden und verteidigte Bayerns AusgangsbeschrĂ€nkungen damit, dass man keine weiteren zwei Tage habe warten dĂŒrfen, weil Bayern von der Krise besonders betroffen sei.cite-ref-132[132]cite-ref-133[133]cite-ref-134[134]

Anfang April 2021 wurde bekannt, dass Söder als Bayerns MinisterprĂ€sident einen Vorvertrag ĂŒber 2,5 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V abgeschlossen hatte.cite-ref-135[135] HierfĂŒr erntete Söder Kritik, auch vom Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.cite-ref-136[136]

Nach wochenlang ansteigenden Infektionszahlen in der beginnenden vierten Welle, die auch durch teils abgeschaffte Infektionsschutzmaßnahmen möglich wurde, behauptete Söder wiederholt, dass „nahezu alle Virologen, Epidemiologen und Wissenschaftler 
 die Wirkung dieser neuen Welle in ihrer Wucht und Geschwindigkeit nicht richtig eingeschĂ€tzt haben“. Diese Behauptung wurde von vielen Medien als Falschbehauptung kritisiert, weil Wissenschaftler und medizinisches Personal ĂŒber Monate genau vor dieser Entwicklung gewarnt und entsprechende Gegenmaßnahmen durch die Politik gefordert hatten, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.cite-ref-137[137]cite-ref-138[138]cite-ref-139[139]

Im November 2021 sagte Söder angesichts der Corona-Lage gegenĂŒber der Bild: „Wenn zehn die Apokalypse ist, sind wir bei neun“.cite-ref-140[140] Er sprach sich im Dezember 2021 deutlich fĂŒr eine Impfpflicht gegen Corona aus.cite-ref-141[141]

Söder kĂŒndigte Anfang Februar 2022 an, die einrichtungsbezogene Corona-Impfpflicht (d. h. in Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Pflege) zunĂ€chst nicht umzusetzen. Diese Pflicht war im Dezember 2021 von Bundestag und Bundesrat beschlossen worden. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kritisierte Söders AnkĂŒndigung.cite-ref-142[142] Reinhard MĂŒller, Jurist und langjĂ€hriger FAZ-Redakteur, schrieb in einem Kommentar, niemand – schon gar kein MinisterprĂ€sident – dĂŒrfe Gesetze sabotieren. Söder stelle sich selbst in Frage.cite-ref-143[143]cite-ref-144[144]

Die Augsburger Allgemeine schrieb im Januar 2022, dass Söder auch die Landtagswahl 2023 in Bayern im Blick habe, und erinnerte daran, dass Söder, als die CSU in Berlin noch in der Regierungsverantwortung gewesen sei, alles daran gesetzt habe, „entscheidungsstark und tatkrĂ€ftig aufzutreten“. Mittlerweile sei jedoch „allen politisch Verantwortlichen klar, dass es in der Corona-Politik nichts mehr zu gewinnen, aber sehr wohl viel zu verlieren“ gebe. Daher versuche Söder jetzt, seine Corona-Politik „geschmeidig an die schwierige Stimmung in der Gesellschaft anzupassen“.cite-ref-145[145] Ebenfalls im Januar 2022 befand die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Söder, dem lange Zeit Corona-Maßnahmen „nicht streng genug sein“ konnten, schwenke um, da die Stimmung sich gedreht habe und Umfragewerte sĂ€nken. DafĂŒr brauche er „ein Narrativ“: AnknĂŒpfend an die Aussagen Söders, er habe um den Jahreswechsel 2021/22 „lange nachgedacht“ und aus den Corona-Jahren „tiefe Lehren“ gezogen, schrieb das Blatt: „Ein Mann kommt ins GrĂŒbeln – eine schöne ErzĂ€hlung“.cite-ref-146[146] Die Frankfurter Allgemeine Zeitung nannte Söder einen „Meister der Kehrtwenden in der Corona-Politik“.cite-ref-147[147] Maximilian Heim nannte auf Tagesschau.de als einen ErklĂ€rungsansatz fĂŒr Söders „Kehrtwende“ dessen „Rolle als Oppositionspolitiker im Bund“, also die „Abteilung Attacke“. Wichtig sei „bei allen LockerungsĂŒbungen“ auch, dass er „ein guter VerkĂ€ufer mit exzellentem Timing“ bleibe. Manche, so Heim, sagten aber auch, in welchem Team auf dem Gebiet Corona er sich verorte, sei Söder nicht so wichtig, er „mĂŒsse nur ganz vorne sein – und die Richtung vorgeben“.cite-ref-148[148] Die SZ beschrieb im Oktober 2022 den Weg vom Wechsel vom „Team Vorsicht“ zum „Team Augenmaß“ bis zum „Land der Freiheit“.cite-ref-149[149]

Trotz erneut steigender Corona-Fallzahlen und EngpĂ€ssen in Kliniken sprach sich Söder im Oktober 2022 gegen eine WiedereinfĂŒhrung der Maskenpflicht in InnenrĂ€umen aus. Jeder könne sich schĂŒtzen, so Söder, indem er „freiwillig eine Maske aufzieht und sich impfen lĂ€sst“. Gleichzeitig wies er Kritik von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach am Verzicht auf Corona-Schutzmaßnahmen beim MĂŒnchner Oktoberfest zurĂŒck und sagte, nach dieser Veranstaltung seien die Corona-Zahlen „erst angestiegen und dann wieder zurĂŒckgegangen“. Aus seiner Sicht sei es, so Söder (der selbst daran teilgenommen hatte – ohne Maske, wie er bereits zuvor ankĂŒndigte), „eine schöne ‚Wiesn‘“ gewesen.cite-ref-150[150]

Ende Oktober 2022 sagte Söder bei einem CSU-Parteitag, COVID-19 sei inzwischen „de facto der Grippe“ Ă€hnlich und solle auch so behandelt werden.cite-ref-151[151]

Nachdem im November 2022 das Bundesverwaltungsgericht die bayerischen Corona-Maßnahmen vom April 2020, insbesondere die AusgangsbeschrĂ€nkung, fĂŒr unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig und unwirksam erklĂ€rt und damit eine Revision der Staatsregierung gegen ein gleichlautendes Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zurĂŒckgewiesen hatte, kritisierte der SPD-Fraktionschef Florian von Brunn, Söder habe die Menschen „ohne ausreichenden Grund und rechtswidrig eingesperrt“; in seiner „Geltungssucht“ habe er immer den Bund ĂŒbertrumpfen mĂŒssen.cite-ref-152[152]

Ambitionen fĂŒr das Kanzleramt und Machtkampf um Kandidatur

Am 11. April 2021 gab Söder bekannt, als Kanzlerkandidat der CDU/CSU bei der Bundestagswahl 2021 zur VerfĂŒgung zu stehen,cite-ref-153[153] bei einer Ablehnung der CDU jedoch zu verzichten.cite-ref-154[154] Zuvor hatte er bei zahlreichen Reden und Interviews stets betont, dass „sein Platz in Bayern“ sei.cite-ref-155[155]cite-ref-156[156]cite-ref-157[157] Auch Armin Laschet erklĂ€rte sich zur Kanzlerkandidatur bereit; ein Machtkampf begann.cite-ref-158[158] Nachdem sich der CDU-Bundesvorstand in einer Abstimmung fĂŒr Laschet als Kanzlerkandidaten der Union ausgesprochen hatte, zog Söder am 20. April 2021 sein Angebot zurĂŒck.cite-ref-159[159] Dies hielt Söder jedoch nicht davon ab, Laschets Wahlkampf weiter zu torpedieren und Laschet als Kanzlerkandidaten dadurch zu schwĂ€chen.cite-ref-160[160]cite-ref-161[161] Bei der Bundestagswahl 2021 erlitten CDU und CSU schwere Stimmenverluste. Die CSU erzielte mit 31,7 Prozent das zweitschlechteste Ergebnis nach der Bundestagswahl 1949.cite-ref-162[162]

Im September 2024, nachdem Söder von sich aus zunĂ€chst seine prinzipielle Bereitschaft erklĂ€rt hatte, als Kanzlerkandidat der Union bei der Bundestagswahl 2025 anzutreten,cite-ref-163[163]cite-ref-164[164] erklĂ€rte er seine UnterstĂŒtzung fĂŒr Friedrich Merz als Kanzlerkandidat der Union fĂŒr die Bundestagswahl 2025, nachdem NRW-MinisterprĂ€sident Hendrik WĂŒst (CDU) seinen Verzicht auf eine Kanzlerkandidatur und seine UnterstĂŒtzung fĂŒr Merz bekanntgegeben hatte.cite-ref-165[165]

Außen- und Wirtschaftspolitik

Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 sprach sich Söder fĂŒr die Errichtung einer „Wirtschafts-NATO“ aus. Diese solle die EuropĂ€ische Union, die USA, Kanada, Australien, Japan, SĂŒdkorea, Indien und weitere demokratische Staaten weltweit verbinden, um internationale Standards durchzusetzen und strategische Kooperationen der demokratischen Welt zu stĂ€rken.cite-ref-166[166]cite-ref-167[167] Zuvor hatte bereits der Publizist Gabor Steingart ein derartiges Instrument gefordert, um autoritĂ€ren Staaten wie Russland und China auch in der Wirtschaftspolitik mit demokratischen Werten entgegenzustehen.cite-ref-168[168]

Söder befĂŒrwortet die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine. Er kritisierte die zögerliche Politik von Bundeskanzler Olaf Scholz und warf ihm „Bockbeinigkeit“ vor.cite-ref-169[169]

Hatte Söder im 2010er Jahrzehnt bezĂŒglich geplanter Reiseerleichterungen innerhalb der EU fĂŒr BĂŒrger RumĂ€niens und Bulgariens von „Einwanderung in die Sozialsysteme“ gesprochen, reiste er im Jahr 2023 vor dem Hintergrund des FachkrĂ€ftemangels in Bayern nach RumĂ€nien, das zuvor mehrere Jahre wirtschaftlichen Fortschritts erlebt hatte. Den Besuch begrĂŒndete Söder mit der Suche nach FachkrĂ€ften fĂŒr den Wirtschaftsstandort Bayern und kĂŒndigte an, sich fĂŒr einen Beitritt des Landes zum Schengen-Raum einzusetzen.cite-ref-170[170]

Im FrĂŒhjahr 2024 inszenierte sich Söder bei Auslandsreisen nach Jerusalem, Stockholm und Peking als Diplomat und Staatsmann.cite-ref-171[171]cite-ref-172[172]

Cannabisgesetz

Söder lehnt die Legalisierung von Cannabis, die vom Bundestag am 22. Februar 2024 beschlossen wurde (vgl. Cannabisgesetz), strikt ab. Er gehört zu den schĂ€rfsten Gegnern des Gesetzes und kĂŒndigte Klagen und Verzögerungen an. Seine Ablehnung drĂŒckte er in teils scharfen Worten aus, beispielsweise Ă€ußerte er Ende Februar 2024: „Es ist mir unerklĂ€rlich, warum die Ampel so high ist bei einem Gesetz, das so viel Chaos anrichten wird.“cite-ref-173[173] Am 2. MĂ€rz rief er Cannabiskonsumenten dazu auf, Bayern besser zu verlassen.cite-ref-174[174] Alternative VorschlĂ€ge, um die Drogenproblematik in Bayern effektiv zu bekĂ€mpfen, nannte Söder bisher nicht. Er befĂŒrwortet die Fortsetzung der bisherigen Drogenpolitik. Erst im April 2025 wurden in Bayern die ersten Cannabis Social Clubs genehmigt; der erste Club in Deutschland hatte bereits im November 2024 eine erste Ernte an seine Mitglieder verteilen können.cite-ref-175[175]

Rezeption

2009 war Söder Gast in der Harald Schmidt Show. Harald Schmidt berichtete 2013 in einem Interview mit der FAZ, Söder habe ihm nach der Sendung seine Sicht auf das VerhĂ€ltnis zwischen Politik und Moral erklĂ€rt. Er zitiert ihn mit dem Satz: „Moral ist in der Politik selbstverstĂ€ndlich keine Kategorie, außer wir wollen jemandem schaden.“cite-ref-176[176]cite-ref-177[177]

Bei der Starkbierprobe am Nockherberg warf ihm die Kabarettistin Luise Kinseher 2016 „moralische Legasthenie“ vor.cite-ref-178[178] Söder kritisierte die Formulierung mit der BegrĂŒndung, ĂŒber Krankheiten mache man keine Witze.cite-ref-179[179]

Zu Söder sind bisher zwei Biographien erschienen, die erste 2018 (ĂŒberarbeitet 2020) von Roman Deininger und Uwe Ritzer, die zweite 2021 von Anna Clauß. Clauß schreibt: „Niemand kann ihn besonders gut leiden. Trotzdem folgen ihm alle.“ Sie sieht bei ihm eine „barocke und bisweilen bizarre Lust an der Selbstdarstellung“; er folge „der politischen Großwetterlage“.cite-ref-180[180]

Im Juni 2023 attestierte Stefan Leifert (ZDF) Söder vor der Landtagswahl im selben Jahr eine „Brachial-Rhetorik, die allzu oft mit der Grenze zwischen Fakten und GefĂŒhl spielt“. Manche „in Bierzelten“ aufgestellte Behauptungen ĂŒber politische Gegner wie „Gender-Zwang“ oder „Fleisch-Verbot“, so Leifert, wĂŒrden „einem Fakten-Check nur schwerlich standhalten“. AnlĂ€sslich eines Auftritts Söders in Erding gemeinsam mit Hubert Aiwanger sprach Leifert von einem „LehrstĂŒck ĂŒber Versuchung und Grenzen einer AnnĂ€herung an die RĂ€nder“.cite-ref-181[181]

Ende desselben Monats sagte der Kommunikationswissenschaftler Johannes Hillje in einem Interview, Söder habe behauptet, aus Fehlern im letzten Wahlkampf, vor allem beim laut Hillje „Überbietungswettbewerb am rechten Rand“ beim Thema Asyl, gelernt zu haben; er mache jedoch jetzt bei kulturellen und gesellschaftspolitischen Themen den gleichen Fehler, „indem er den sogenannten ‚Woke-Wahn‘ als Bedrohungsszenario skizziert, von einer vermeintlichen ‚Gender-Pflicht‘ spricht oder die GrĂŒnen wortwörtlich als ‚Feind‘ bezeichnet“. Wer diese ErzĂ€hlungen aufgreife, und sei es auch nur in Stichworten, so Hillje, legitimiere damit diese Szenarien, die die AfD verbreite, denn „Mainstreaming von AfD-Positionen“ fĂŒhre zu „Mainstreaming der AfD“.cite-ref-182[182]

Beim Politischen Aschermittwoch 2024 bezeichnete Söder die Umweltministerin Steffi Lemke als „grĂŒne Margot Honecker“, was vom Vorsitzenden der Union der OpferverbĂ€nde Kommunistischer Gewaltherrschaft, Dieter Dombrowski, als unpassender, die Opfer der SED-Diktatur verletzender Vergleich bezeichnet wurde.cite-ref-183[183] Lemke selbst sprach von einer geschichtsvergessenen wie grenzĂŒberschreitenden Entgleisung und verwies auf ihre Teilnahme an den Demonstrationen fĂŒr Freiheit, Demokratie und gegen das DDR-Regime 1989.cite-ref-184[184] Anne Rabe kritisierte Söders Vergleich als „unsĂ€glich“. Er sei ein Beispiel dafĂŒr, wie die DDR-Geschichte immer wieder von verschiedenen politischen Seiten instrumentalisiert werde, da es fĂŒr ihre Aufarbeitung keinen UniversitĂ€ts-Lehrstuhl gibt und somit erarbeitetes Wissen ĂŒber sie nicht in die Gesellschaft transferiert wurde.cite-ref-185[185]

Nachdem die von PrĂ€latin Anne Gidion und PrĂ€lat Karl JĂŒsten geleiteten Berliner Verbindungsstellen der EKD und der Deutschen Bischofskonferenz zur Bundespolitik eine Kritik an der Art und Weise der Migrationsdebatte, die Migranten „diffamieren“ und Vorurteile schĂŒren wĂŒrde, geĂ€ußert und CDU sowie CSU davor gewarnt hatten, AntrĂ€ge fĂŒr eine verschĂ€rfte Migrationspolitik mit den Stimmen der AfD durch den Bundestag zu bringen, Ă€ußerte Söder, die Kirchen sollten sich auf christliche Themen wie den Lebensschutz konzentrieren, und erwĂ€hnte „GehĂ€lter [...], die bezahlt werden“. Zudem sollten die Kirchen „nicht vergessen, wer am Ende noch an der Seite der Institution Kirche steht – das sind nĂ€mlich wir. Nicht, dass man irgendwann ganz plötzlich alleine steht. Denkt mal drĂŒber nach!“ Der ehemalige CSU-Chef Erwin Huber kritisierte Söders „Tritt gegen die Kirchen“. Die Augsburger Allgemeine schrieb von einer „Wer-zahlt-schafft-an-Logik“. Söders Mahnungen und Drohungen, so katholisch.de, seien „anmaßend“. Laut dem evangelischen Sonntagsblatt spricht Söder „von Treue zur Kirche, meint aber Gehorsam“. Wer „mit der einen Hand Kruzifixe“ hochhalte und „mit der anderen die Deutungshoheit ĂŒber den christlichen Glauben“ beanspruche, offenbare „ein problematisches VerhĂ€ltnis zur UnabhĂ€ngigkeit der Kirche“.cite-ref-186[186]cite-ref-187[187]cite-ref-188[188]cite-ref-189[189]

Horst Seehofer und Erwin Huber, Markus Söders VorgĂ€nger im Amt des CSU-Vorsitzenden, warfen Söder im Oktober 2025 vor, es sei eine der „strategischen Fehlentscheidungen in den letzten sieben Jahren“ gewesen, „[d]ie gesamte grĂŒne Bewegung zu diskreditieren“. Die TĂŒr zu den GrĂŒnen dĂŒrfe nicht durch „populistisches Bashing verschlossen bleiben“, sagte Huber, ansonsten verhindere man die RegierungsfĂ€higkeit in Bund und Land zu erhalten.cite-ref-190[190]

Privates

Seit 1999 ist Markus Söder mit Karin BaumĂŒller-Söder (* 1973) verheiratet.cite-ref-191[191] BaumĂŒller-Söder ist Diplom-Kauffrau und besitzt zusammen mit ihrem Bruder die BaumĂŒller-Gruppe, deren Anteile sie geerbt hat. Söder und BaumĂŒller-Söder haben drei gemeinsame Kinder, die Tochter Selina Söder (* 2000, U25-Europameisterin im Dressurreiten (Mannschaft) 2023)cite-ref-192[192]cite-ref-193[193] und zwei Söhne (* 2004, * 2007).cite-ref-urspr-2007-194-0[194] Aus einer Beziehung (1991–1998)cite-ref-195[195] mit Ulrike Burkandt stammt Söders Tochter Gloria(-Sophie) Burkandt (* 1998).cite-ref-196[196]

Seit seinem Studium ist Söder Mitglied in der nicht schlagenden Burschenschaft Teutonia zu NĂŒrnberg im Schwarzburgbund. Er spielt Tennis und ist begeisterter Cineast.cite-ref-197[197] Eine besondere Leidenschaft hat er fĂŒr das Genre Science-Fiction, etwa fĂŒr Star Wars und Star Trek.cite-ref-198[198]cite-ref-199[199] Mehrfach trat Söder öffentlich in Star-Trek-Uniform oder mit einer Lichtschwertreplika auf.cite-ref-200[200] Söder ist Fan des 1. FC NĂŒrnberg.cite-ref-201[201]

Söder lebt in seiner Heimatstadt NĂŒrnberg und ist evangelisch.cite-ref-202[202] Bis April 2018 war er Mitglied der Landessynode in Bayern.cite-ref-sonntagsblatt-203-0[203]cite-ref-204[204]

Auszeichnungen

‱ 2013: „Sparlöwe“ des Bundes der Steuerzahler in Bayern fĂŒr „hervorragende Verdienste um den Steuerzahler“
‱ 2014: Goldene NĂŒrnberger Trichter der NĂŒrnberger Trichter Karnevalsgesellschaft e. V. 1909
‱ 2018: Orden Wider die Neidhammel der NĂŒrnberger Luftflotte des Prinzen Karnevalcite-ref-205[205]
‱ 2020: Karl-Valentin-Orden
‱ 2020: Bayerische Verfassungsmedaille in Goldcite-ref-206[206]
‱ 2021: Großkreuz des Dannebrogordenscite-ref-207[207]
‱ 2023: Lord-Jakobovits-Preis der EuropĂ€ischen Rabbinerkonferenzcite-ref-208[208]
‱ 2024: Orden der Republik Serbien am Bandecite-ref-209[209]
‱ 2024: Ehrenprofessur der Tsinghua-UniversitĂ€tcite-ref-210[210]

Kabinette

‱ Kabinett Seehofer I, Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, 2011–2013
‱ Kabinett Seehofer II, Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, Landesentwicklung und Heimat, 2013–2018
‱ Kabinett Söder II, MinisterprĂ€sident von Bayern, 2018–2023
‱ Kabinett Söder III, MinisterprĂ€sident von Bayern, seit 2023

Veröffentlichungen

‱ Von altdeutschen Rechtstraditionen zu einem modernen Gemeindeedikt. Die Entwicklung der Kommunalgesetzgebung im rechtsrheinischen Bayern zwischen 1802 und 1818. DNB 953021262 (Erlangen-NĂŒrnberg, Univ., Diss., 1998).
‱ Mit Helge C. Brixner (Hrsg.): Start in die Zukunft. Das Future-Board (= Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen. Band 39). Hanns-Seidel-Stiftung e. V., Akademie fĂŒr Politik und Zeitgeschehen, MĂŒnchen 1998, ISBN 3-88795-145-X.
‱ Mit Peter Stein (Hrsg.): Moral im Kontext unternehmerischen Denkens und Handelns. Akademie fĂŒr Politik und Zeitgeschehen, MĂŒnchen 2003, ISBN 3-88795-262-6 (hss.de [Memento vom 25. MĂ€rz 2014 im Internet Archive; PDF; 315 kB]).

Literatur

‱ Anna Clauß: Söder. Die andere Biographie. Hoffmann und Campe, Hamburg 2021, ISBN 978-3-455-01155-5.
‱ Roman Deininger, Uwe Ritzer: Markus Söder. Politik und Provokation. Die Biographie. Droemer, MĂŒnchen 2018, ISBN 978-3-426-27726-3.
‱ Roman Deininger, Uwe Ritzer: Markus Söder. Der Schattenkanzler. Biographie. Droemer, MĂŒnchen 2020, ISBN 978-3-426-27856-7.
‱ Jan Heidtmann: Markus Söder im PortrĂ€t: Der Kandidat. In: SZ-Magazin. Heft 18 (2007).

Weblinks

Commons

: Markus Söder

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikiquote: Markus Söder

– Zitate

‱ Literatur von und ĂŒber Markus Söder im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
‱ Biographie beim Bayerischen Landtag
‱ Website von Markus Söder
‱ Website von Markus Söder bei der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag
‱ Markus Söder auf der Website der Bayerischen Staatsregierung
‱ Markus Söder bei IMDb

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Markus Söder - Munzinger Biographie. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
cite-note-zeit2015-22. ↑ Henning Sußebach: Marke Söder. In: zeit.de. 27. September 2015, abgerufen am 6. Juli 2018.
cite-note-33. ↑ Drama um Söders Eltern. Abendzeitung, 22. Oktober 2009, abgerufen am 6. Juli 2018.
cite-note-44. ↑ CSU-Chef Markus Söder: Was seine Mutter ihm bis zum Tod verschwieg. 2. Februar 2025, abgerufen am 8. Dezember 2025.
cite-note-55. ↑ Im Tretboot mit Söder: »Der Heimatminister auf seinem See«. In: www.nordbayern.de. 1. August 2017, abgerufen am 8. Dezember 2017.
cite-note-66. ↑ CSU-Minister Söder: Seine Mutter starb, weil sie keine Niere fand! 27. September 2011, abgerufen am 11. Dezember 2025.
cite-note-77. ↑ Jakob Patzke: CSU-Chef Söder ĂŒber Tod der Mutter und Wunsch an die Kirche. 6. Juni 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025.
cite-note-88. ↑ Hotel Matze: Markus Söder ĂŒber Macht, Überzeugungen und Trigger. 10. Dezember 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025.
cite-note-zeit2015fotos-99. ↑ Peter Dausend: Über Jugendfotos. In: ZEITMagazin 33/2015. 17. August 2015, abgerufen am 6. Juli 2018.
cite-note-0-1010. ↑ Roman Deininger, Uwe Ritzer: Markus Söder – Der Schattenkanzler. Biographie. Droemer Verlag, MĂŒnchen 2020, ISBN 978-3-426-46190-7, S. 91 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 23. Juni 2022]).
cite-note-1111. ↑ WorĂŒber Stoiber und Co. promovierten. SĂŒddeutsche Zeitung, 17. Februar 2011, abgerufen am 16. April 2021.
cite-note-1212. ↑ Markus Söder: So tickt Bayerns neuer MinisterprĂ€sident. Abendzeitung, 16. MĂ€rz 2018, abgerufen am 16. April 2021.
cite-note-1313. ↑ Info 7: Information und Dokumentation in Archiven, Medienbanken, Datenbanken. Jahrgang 38, Heft 1/2023. LIT Verlag MĂŒnster, ISBN 978-3-643-99707-4, S. 75.
cite-note-1414. ↑ FĂŒhrung bei Firma BaumĂŒller. BĂŒrger- und Geschichtsverein Mögeldorf, 27. MĂ€rz 2003, abgerufen am 6. Juli 2018.
cite-note-1515. ↑ Nicole Fuchsbauer: Familie und Unternehmen BaumĂŒller spenden 25.000 Euro fĂŒr die Kinder-Intensivstation im Klinikum SĂŒd. MarktSpiegel, 19. Januar 2018, abgerufen am 6. Juli 2018.
cite-note-1616. ↑ Thomas Röll: Markus Söder: Wiederentdeckte Strauß-Liebe. In: Focus Online. Focus 31/2015, 24. Juli 2015, abgerufen am 16. April 2021.
cite-note-1717. ↑ Wolfgang Heilig-Achneck: Söder mit 98 Prozent erneut zum Bezirksvorsitzenden gewĂ€hlt. In: nordbayern.de. NĂŒrnberger Nachrichten, 13. Juni 2015, abgerufen am 17. November 2015.
cite-note-1818. ↑ Parteitag in MĂŒnchen: Söder mit 87,4 Prozent zum CSU-Chef gewĂ€hlt. In: Spiegel Online. 19. Januar 2019 (spiegel.de [abgerufen am 19. Januar 2019]).
cite-note-1919. ↑ Söder als CSU-Chef wiedergewĂ€hlt – doch das Ergebnis ist ein kleiner DĂ€mpfer fĂŒr ihn. 14. September 2021, abgerufen am 23. September 2023.
cite-note-2020. ↑ Söder mit 96,56 Prozent als CSU-Chef bestĂ€tigt. In: sueddeutsche.de. 23. September 2023, abgerufen am 23. September 2023.
cite-note-2121. ↑ Johann Osel: Söder mit 83,6 Prozent als CSU-Chef wiedergewĂ€hlt. In: sueddeutsche.de. 12. Dezember 2025, abgerufen am 12. Dezember 2025.
cite-note-2222. ↑ Söder mit magerem Ergebnis als CSU-Chef bestĂ€tigt. In: www.nt-tv.de. 12. Dezember 2025, abgerufen am 13. Dezember 2025.
cite-note-2323. ↑ Schlechtestes Ergebnis - aber Söder bleibt CSU-Chef. In: www.tagesschau.de. 12. Dezember 2025, abgerufen am 13. Dezember 2025.
cite-note-2424. ↑ Alexander Kain: Seehofer: Es war mir eine Ehre. Donaukurier, 6. MĂ€rz 2018, abgerufen am 8. MĂ€rz 2018.
cite-note-2525. ↑ Söder kommt, Seehofer bleibt. FAZ.net, 4. Dezember 2017, abgerufen am 6. Juli 2018.
cite-note-2626. ↑ Patrick Guyton: Die Mission des Markus Söder heißt Bayern. In: www.tagesspiegel.de. 16. MĂ€rz 2018, abgerufen am 16. MĂ€rz 2018.
cite-note-2727. ↑ Auch CSU-Vorstand will Söder als MinisterprĂ€sident. Der Tagesspiegel, 4. Dezember 2017, abgerufen am 6. Juli 2018.
cite-note-2828. ↑ CSU: Söder fast einstimmig zum Spitzenkandidaten gekĂŒrt. Spiegel Online, 16. Dezember 2017, abgerufen am 6. Juli 2018.
cite-note-2929. ↑ Hochrechnungen in Bayern: Historische Verluste fĂŒr CSU und SPD. In: FAZ.net. 14. Oktober 2018, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 24. April 2021]).
cite-note-3030. ↑ Petr Jerabek: Söder wiedergewĂ€hlt – MinisterprĂ€sident ruft zum Optimismus auf. In: BR24, BR extra. Bayerischer Rundfunk, 6. November 2018, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 6. November 2018; abgerufen am 23. Februar 2022.
cite-note-3131. ↑ Bayerischer Landtag: Markus Söder wieder zum MinisterprĂ€sidenten gewĂ€hlt. In: Der Spiegel. 31. Oktober 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 31. Oktober 2023]).
cite-note-3232. ↑ Mitglieder wĂ€hlten alten neuen Aufsichtsrat. 1. FC. NĂŒrnberg, 9. Oktober 2011, abgerufen am 17. November 2015.
cite-note-3333. ↑ 1. FC NĂŒrnberg – Vereinsbeirat. 1. FC NĂŒrnberg, abgerufen am 17. November 2015.
cite-note-3434. ↑ Wechsel im Aufsichtsrat: Albert FĂŒracker rĂŒckt fĂŒr Dr. Markus Söder nach. Presseinformation Nr. 17/2018. In: airport-nuernberg.de. Flughafen NĂŒrnberg GmbH, 27. Juli 2018, abgerufen am 6. August 2018.
cite-note-3535. ↑ Impressum. In: munich-airport.de. Flughafen MĂŒnchen GmbH, abgerufen am 23. Oktober 2017.
cite-note-3636. ↑ Hans Böller: Verkleidung fĂŒr Fastnacht in Franken: Wie aus Söder Bismarck wurde In: NĂŒrnberger Nachrichten, 2. Februar 2024, abgerufen am 21. Februar 2024
cite-note-3737. ↑ „Hast Du mal nen Euro?“ Euro-Punk Söder gruselt die frĂ€nkischen Narren. In: Focus Online. 10. Februar 2012, abgerufen am 25. April 2016.
cite-note-3838. ↑ VerschĂ€rfter Transen-Alarm bei der CSU. N24, 2. Februar 2013, abgerufen am 27. Februar 2017.
cite-note-3939. ↑ Fastnacht in Franken: Söder, der Shrekliche. In: Spiegel Online. 22. Februar 2014, abgerufen am 25. April 2016.
cite-note-4040. ↑ Söder wieder ohne KostĂŒm bei Fastnacht in Franken. In: BR24. Bayerischer Rundfunk, 4. Februar 2020, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 5. Februar 2020; abgerufen am 19. Februar 2020.
cite-note-4141. ↑ Söder geht als „StammesĂ€ltester” zur „Fastnacht in Franken”. In: Wirtschaftswoche/dpa. 10. Februar 2023, abgerufen am 11. Februar 2023.
cite-note-4242. ↑ Markus Söder als Otto von Bismarck: CSU-Chef macht bei Franken-Fastnacht den Reichskanzler. In: Der Spiegel. 2. Februar 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 3. Februar 2024]).
cite-note-4343. ↑ Katja Auer: Söder gibt den King. In: SZ. 21. Februar 2025, abgerufen am 25. Februar 2023.
cite-note-4444. ↑ Roland Englisch: Söders Instagram-Tricks: So arbeitet der Social-Media-Star aus Bayern. In: NĂŒrnberger Nachrichten. 24. September 2024, abgerufen am 1. Januar 2025.
cite-note-4545. ↑ „Ein Klassiker im Bereich des Populismus“: Warum Markus Söder sein Essen bei Instagram prĂ€sentiert. 22. Mai 2023, abgerufen am 1. Januar 2025.
cite-note-4646. ↑ „Söder isst einfach gerne Wurst“: CSU-Chef erzĂŒrnt Follower mit Foto. 28. Februar 2024, abgerufen am 29. April 2025.
cite-note-4747. ↑ #söderisst: Markus Söder erklĂ€rt, warum er Essens-Fotos postet. Abgerufen am 19. Juli 2023.
cite-note-4848. ↑ Instagram-Foto beschert MinisterprĂ€sident HĂ€me: „Absolut beeindruckend. Söder isst etwas“. 8. April 2022, abgerufen am 19. Juli 2023.
cite-note-4949. ↑ Promikoch Alexander Herrmann bringt Söder-Kochbuch auf den Markt. 29. August 2023, abgerufen am 30. August 2025.
cite-note-5050. ↑ Sven Geißelhardt: Noch vor TV-Ausstrahlung bekannt: Singender Markus Söder polarisiert bei „Inas Nacht“. In: Abendzeitung. 28. Juni 2024, abgerufen am 1. Januar 2025.
cite-note-5151. ↑ Jetzt singt Markus Söder auch noch. In: n-tv.de. 22. Mai 2023, abgerufen am 1. Januar 2025.
cite-note-5252. ↑ "#söderisst" wieder: MinisterprĂ€sident auf dem Weg der Besserung. 15. April 2025, abgerufen am 25. Mai 2025.
cite-note-5353. ↑ CSU sichert sich Marke "Söder Kebab" – Was soll das? 28. August 2025, abgerufen am 30. August 2025.
cite-note-5454. ↑ Trauerfeier fĂŒr Papst Franziskus: Kritik an Söder nach Selfie vor Trauerfeier. In: msn.com SĂŒddeutsche Zeitung. 26. April 2025, abgerufen am 26. April 2025.
cite-note-konservatismus-5555. ↑ Dokumentation: Moderner bĂŒrgerlicher Konservatismus -Warum die Union wieder mehr an ihre Wurzeln denken muss. 5. September 2007, abgerufen am 28. August 2025.
cite-note-5656. ↑ Union: Nachwuchs setzt auf modernen Konservativismus - WELT. Abgerufen am 28. August 2025.
cite-note-5757. ↑ Ralph Bollmann, Max HĂ€gler: „Im Wahlkampf fahre ich Rad“. In: taz.de. 28. Juli 2008, abgerufen am 21. November 2014.
cite-note-5858. ↑ Alexander Spöri: Wer verbreitet am meisten falsche Fakten? Markus Söder in peinlichem Ranking dabei. In: Abendzeitung. 15. MĂ€rz 2024, abgerufen am 1. Oktober 2024.
cite-note-5959. ↑ Harry Luck fĂŒr den Deutschen Depeschendienst: „Kruzifixe statt KopftĂŒcher“: CSU nimmt Kulturkampf wieder auf. Spiegel Online, 12. April 2004, abgerufen am 16. April 2021.
cite-note-6060. ↑ Mariam Lau: Die Integrations-Euphorie ist verflogen. Die Welt, 29. April 2007, abgerufen am 16. April 2021.
cite-note-6161. ↑ Söder liebĂ€ugelt mit Burka-Verbot. MĂŒnchner Merkur, 21. September 2010, abgerufen am 21. November 2014.
cite-note-6262. ↑ FlĂŒchtlingskrise: Söder stellt Recht auf Asyl infrage. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 3. Oktober 2015, abgerufen am 17. November 2015.
cite-note-6363. ↑ FlĂŒchtlingskrise: Söder fordert Debatte ĂŒber GrenzzĂ€une in Europa. In: Zeit Online. 1. Oktober 2015, abgerufen am 17. November 2015.
cite-note-6464. ↑ Söder stellt Grundrecht auf Asyl infrage – Seehofer pfeift ihn zurĂŒck. In: tagesspiegel.de. 3. Oktober 2015, abgerufen am 17. November 2015.
cite-note-6565. ↑ Stefan Kuzmany: Politische Instrumentalisierung der AnschlĂ€ge: Die FrĂŒchte des Terrors. In: Spiegel Online. 15. November 2015, abgerufen am 16. April 2021.
cite-note-6666. ↑ Dagmar Dehmer, Albert Funk, Antje Sirleschtov: Kritik an Angela Merkel nach Terror in Paris: Horst Seehofer distanziert sich von Markus Söder. In: Der Tagesspiegel. 15. November 2015, abgerufen am 15. November 2015.
cite-note-6767. ↑ „Paris Ă€ndert alles“: Markus Söder polarisiert mit Tweet zum Thema FlĂŒchtlinge. In: focus.de. 15. November 2015, abgerufen am 15. November 2015.
cite-note-6868. ↑ Florian Gathmann: Söders Islamproblem. In: Spiegel Online. 29. MĂ€rz 2018, abgerufen am 16. April 2021.
cite-note-6969. ↑ Michael Kraske: Tatworte. Denn AfD & Co. meinen, was sie sagen. Ullstein, Berlin 2021, ISBN 978-3-548-06442-0, S. 123 f.
cite-note-7070. ↑ Andreas Herholz: CSU-Schlammschlacht um uneheliche Kinder. In: Nordwest-Zeitung, NWZonline. 24. Mai 2007 (nwzonline.de [abgerufen am 23. September 2018]).
cite-note-7171. ↑ Söder verteidigt leidenschaftlich Ehe fĂŒr alle. In: Focus.de.
cite-note-7272. ↑ itz: Kein Urlaub fĂŒr Hartz-IV-EmpfĂ€nger. Söder will Arbeitslose zu Leibeigenen machen. In: Spiegel online. Associated Press/Agence France-Presse, 25. August 2006, abgerufen am 16. April 2021.
cite-note-7373. ↑ MTV zieht Werbung fĂŒr „Popetown“ zurĂŒck. Rheinische Post, 12. April 2006, abgerufen am 18. MĂ€rz 2015.
cite-note-7474. ↑ Jugendmedienschutz: „Ausstrahlung von ‚Popetown‘ ĂŒberdenken“. In: Spiegel online. 12. April 2006, abgerufen am 18. MĂ€rz 2015.
cite-note-7575. ↑ GrĂŒnen-Politiker will Strafen fĂŒr GotteslĂ€sterung abschaffen. In: Rheinische Post. 30. November 2006, abgerufen am 18. MĂ€rz 2015.
cite-note-7676. ↑ Bericht aus der Kabinettssitzung vom 24. April 2018
cite-note-7777. ↑ Allgemeine GeschĂ€ftsordnung fĂŒr die Behörden des Freistaates Bayern
cite-note-7878. ↑ Ingo BrĂŒggenjĂŒrgen: Amtsstubenkreuzer Söder. Ein Kommentar zur bayerischen Kreuzdebatte. In: domradio.de. 26. April 2018, abgerufen am 28. April 2018.
cite-note-7979. ↑ CSU nennt Kritiker des Kreuz-Dekrets „Religionsfeinde“. In: Spiegel Online. 26. April 2018, abgerufen am 16. April 2021.
cite-note-801. „Antisemitismus zerstört Heimat fĂŒr alle“. In: Tagesschau. Norddeutscher Rundfunk, 6. Mai 2018, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 6. Mai 2018; abgerufen am 7. Mai 2018.
cite-note-812. Das sagt der BundesprÀsident zum Kreuz-Erlass in Bayern. Rheinische Post, 6. Mai 2018, abgerufen am 7. Mai 2018.
cite-note-8282. ↑ MĂŒnchner Weihbischof kritisiert Kreuz-Beschluss. In: Zeit Online. 28. April 2018, abgerufen am 28. April 2018.
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